Ein Modell für Wandel: Wie staatliche Schulen zu Chancenräumen werden können
Bildung ist einer der wertvollsten Wege aus der Armut. Sie war schon immer eine zentrale Säule der Arbeit von CR, und auch das Team von DSS ist fest entschlossen, ihre Kraft im neuen Einsatzgebiet wirksam einzusetzen.
Da es vor Ort jedoch keinerlei Bildungszentren gibt, erfordert die Situation einen neuen Ansatz – einen, der bei Erfolg sogar eine deutlich grössere Wirkung entfalten könnte. Die ohnehin schon niedrige Qualität der staatlichen Schulen ist seit der Covid-Pandemie weiter gesunken. Daher soll geprüft werden, ob DSS mit fachkundiger Beratung und gezielter Unterstützung dazu beitragen kann, das Niveau zu heben und einen deutlich reichhaltigeren, moderneren Lehrplan zu entwickeln.
Unter der Leitung von DSS-Gründerin Mahua Sur Ray wurden zwei staatliche Schulen ausgewählt – eine für Jungen und eine für Mädchen –, um dort im Rahmen eines von der Schweizer Stiftung Kinderhilfe Uitikon mitfinanzierten Pilotprojekts zu arbeiten.

Das ehrgeizige dreijährige Programm trägt den Namen Yuva Shakti und soll rund 300 Jugendliche stärken. Es umfasst Nachhilfeunterricht, Berufs- und Lebenspraxis-Schulungen, Unterstützung des geistigen und körperlichen Wohlbefindens sowie die aktive Einbindung der Eltern und der lokalen Gemeinschaft.
Auf Basis der Zusammenarbeit zwischen externen DSS-Fachkräften und den Lehrkräften der beiden Schulen soll das Projekt sowohl Schulabbrüche verhindern als auch ein Modell entwickeln, das sich reproduzieren lässt: ein Modell, mit dem schwächelnde staatliche Schulen zu Orten echter Chancen, Gerechtigkeit und Selbstbestimmung werden können.
Der Projektstart ist zu Beginn des neuen Schuljahres im Januar 2026 geplant.
Jaydeep, der CEO von DSS, der bereits vor seiner Tätigkeit für CR an der Entwicklung zahlreicher Bildungsprojekte in ganz Indien beteiligt war, zeigte sich begeistert: Es sei das erste Mal, dass das Team direkt in staatlichen Schulen arbeite – statt Schüler nur ausserhalb der Unterrichtszeit zu unterstützen. Bei Erfolg habe das Programm, so sagt er, ein „enormes Potenzial“, auf Schulen in ganz Kolkata ausgeweitet zu werden.
Eine sichere Anlaufstelle für Kinder
Seit einigen Jahren betreibt DSS am Samstagvormittag eine offene Anlaufstelle für Kinder aus den umliegenden Slums. Obwohl zwei Lehrkräfte zur Verfügung stehen, kommen bisher nur wenige Kinder. Künftig soll die Zahl der Teilnehmenden erhöht werden, damit mehr Kinder aus schwierigen und teils gefährlichen Lebensumständen ein paar sichere, anregende Stunden erleben können.

Die CR-Schulen boten an diesen Tagen stets Kunst, Tanz, Spiele und Musik an – Aktivitäten, die den Alltag der Kinder nachhaltig bereicherten. Genau daran soll DSS anknüpfen und ein ähnlich inspirierendes Programm vor Ort etablieren.
Direkte Begünstigte: 300 Kinder und Jugendliche aus den Klassen V bis XII
Indirekte Begünstigte: die Familien dieser Schüler: innen
Budget: CHF 30’000 / Anteil Stiftung 90 %
