Wie patientenorientierte Betreuung einer älteren Frau den Zugang zu medizinischer Versorgung und neue Sicherheit im Alltag ermöglichte.

„Ich höre nicht gut. Deshalb sind die Leute genervt von mir, wenn ich sie immer wieder fragen muss, worüber sie gerade reden. Und deshalb gehe ich nirgendwo hin. Selbst wenn ich krank bin, gehe ich nicht zum Arzt“, sagte Mariyam Bewa, eine Frau Mitte sechzig, die allein in Indira Pally lebt.

Seit einiger Zeit litt Mariyam unter gefährlich hohem Blutdruck. Ein teilweiser Hörverlust und das Fehlen familiärer Unterstützung machten ihr den Gang ins Krankenhaus zur Qual. Kommunikationsschwierigkeiten hielten sie oft davon ab, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Nachdem DSS im Januar eine Subklinik für die medizinische Grundversorgung in der Gemeinde eingerichtet hatte, konnte Dr. Susmita Roy Choudhury ihre Erkrankung diagnostizieren und umgehend mit der Behandlung beginnen. Das Team erkannte Mariyams Herausforderungen und passte seinen Ansatz an, indem es regelmäßige Nachsorgetermine, klare Kommunikation und eine wohnortnahe Versorgung anbot.

„Früher hatte ich Angst, ins Krankenhaus zu gehen. Ich konnte nicht verstehen, was sie sagten, und fühlte mich verloren. Jetzt kommen sie zu mir und erklären mir alles ganz ruhig“, sagte sie.

Innerhalb kurzer Zeit konnte ihr Blutdruck unter Kontrolle gebracht werden. Ebenso wichtig war, dass ihr Vertrauen in die medizinische Versorgung allmählich wuchs.

„Jetzt fühle ich mich besser und habe keine Angst mehr. Ich weiß, dass sich jemand um mich kümmert.“

Für das DSS-Team zeigte die Maßnahme, wie wichtig es ist, die Gesundheitsversorgung zugänglich zu machen und auf individuelle Umstände einzugehen.

„Bei der Gesundheitsversorgung geht es nicht nur darum, Medikamente zu verschreiben. Es geht darum, die Menschen dort abzuholen, wo sie stehen – körperlich und emotional“, sagte Santanu, der klinische Leiter.

Heute ist Mariyam gesünder und traut sich eher, bei Bedarf Hilfe in Anspruch zu nehmen. Was als medizinische Intervention begann, hat auch dazu beigetragen, Vertrauen, Zuversicht und Würde in ihrem Alltag wiederherzustellen.

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