Patienten holen ihre Medikationen und Essensrationen in der Talapark Klinik. Foto: CRK

Von Hawaii bis Neuschottland, von Kapstadt bis Manchester bereiten sich
inzwischen 115 Menschen in 11 Ländern darauf vor, am Samstag 25. Juli zehn Kilometer zu gehen, um Spenden für die wichtigen Interventionen von Calcutta Rescue aufgrund der Covid-Krise zu sammeln. Das Team vor Ort benötigt zusätzliches Budget – CHF 180’000 – um die Ausrüstungen, Medikamente, Lebensmittel usw. zu kaufen, damit die Grundbedürfnisse  von Tausenden von Familien während der Covid-Krise gesichert bleiben.

Die riesige Bevölkerung in den Slums und auf den Strassen lebt in beengten und unhygienischen Verhältnissen. Die meisten dieser Menschen sind Tagelöhner, Hausmädchen oder kleine Ladenbesitzer. In der langen Zeit der Abriegelung haben viele von ihnen ihre Arbeit verloren. 

Leider sind die jüngsten Coronavirus-Nachrichten aus Kolkata sehr besorgniserregend. Die Zahl der Fälle steigt rasch an und Experten sagen
voraus, dass Indien seinen Infektionshöhepunkt erst in vielen Monaten erreichen wird. 

Vor ein paar Tagen gab die Leitung von Calcutta Rescue mit grosser Trauer
bekannt, dass eine langjährige Mitarbeiterin und geschätzte Schulhelferin Utarra am Covid-19-Virus verstorben ist. Utarra war seit über 20 Jahren Teil unseres Teams und wird sehr vermisst.

Am Samstag 25. Juli, am 90. Geburtstag von Dr. Jack Preger, dem Gründer von Calcutta Rescue werde ich, wie andere Mitglieder unserer Stiftung, diese 10 km gehen. In den Bergen oder am Fluss, oder durch Strassen einer Stadt werden wir durch diese Aktion bekräftigen, wie das Lebenswerk von Jack in uns weiterlebt und wie wir an seiner Idee, einer Welt ohne Armut und Unterdrückung weiter arbeiten möchten. Die Kinder, die heute auf den Strassen leben, sollten morgen ein sichereres Leben führen dürfen. Wir  wollen uns an diesem Tag zusammen stark fühlen, wir wollen zusammen
spüren, dass eine bessere Welt möglich ist. Eine Welt, in der es nicht mehr
darauf ankommt, wer man ist und wo man geboren wurde, um ein würdiges Leben führen zu dürfen. Die Corona-Krise hat bestimmt in jedem von uns etwas verändert. Was mich betrifft sehe ich mich darin bestätigt, täglich an meine Nächsten zudenken und mich für diejenigen einzusetzen die leiden.

Ich wünsche euch einen wunderschönen Sommer, einen ruhigen Sommer, einen einzigartigen Sommer.

Lakshmi-Füsse vor einer Haustür bedeutet Glück, Liebe, Fruchtbarkeit, Wohlstand, Gesundheit und Schönheit. Foto: Isabelle Hug

Präsidentin
Stiftung Calcutta Rescue

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