Dr. Marcello war für ein Jahr als freiwilliger Arzt bei Calcutta Rescue. Er erzählt von seinen Erlebnissen in den Kliniken vor Ort aber auch als Arzt unterwegs in der Strassenmedizin-Bus.

Ich heisse Marcello Scopazzini und habe soeben mein einjähriges Volontariat als medizinischer Mitarbeiter bei Calcutta Rescue begonnen. Ich löse Amy in dieser Funktion ab. Ich habe vor kurzem mein Medizinstudium (innere Medizin) in Grossbritannien abgeschlossen und plane, nach meinem Aufenthalt in Kolkata die Spezialisierung in Infektionskrankheiten zu beginnen.

Ich habe ein besonderes Interesse für Tuberkulose. So verbrachte ich im Jahr 2014 zwei Monate in Malawi, wo ich mich mit der Ultraschalldiagnostik von Tuberkulose-Formen beschäftigte. Danach arbeitete ich sechs Monate lang in einem Spital in Osttimor, wo ich das Tuberkulose-Programm leitete.

Marcello untersucht ein Baby in den Armen seiner Mutter im Einsatz mit der Strassenmedizin-Bus. Foto: CRK

Zu den Aufgaben gehörten sowohl die klinische Arbeit, d.h. die Patientenbetreuung und die Beschäftigung mit alternativen Diagnosemethoden, als auch die Verbesserung der Qualität. Zusammen mit lokalem und staatlichem Personal arbeitete ich an der Verbesserung der Dokumentation der Krankheitsfälle. Wir verfassten auch monatliche Berichte und erstellten Statistiken mit dem Ziel, die Bereiche mit Stärken und Schwächen im Tuberkulose-Programm zu identifizieren.

Marcello überprüft den Blutdruck einer Tuberkulose Patientin in der Tuberkulose-Klinik. Foto: CRK

Ich bin erst seit einer Woche bei Calcutta Rescue, doch kann ich schon voller Bewunderung erkennen, wie professionell und engagiert die Mitarbeitenden sind. Die Betreuung der vielen Tuberkulose-Kranken funktioniert wie eine gut geölte Maschine. Ich bin auch erstaunt über die grosse Anzahl an multiresistenten Tuberkulose-Fällen. Ich freue mich sehr, während eines Jahres Teil des Teams zu sein.

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