Arobinda Sardar kam vor 31 Jahren zu Calcutta Rescue. Heute ist er Mitarbeiter der Klinikleitung, welche für den Betrieb der drei Kliniken (Talapark-Klinik, Lepraklinik in Chitpur, Tuberkulose-Klinik) verantwortlich ist. Von seinem Arbeitsplatz in der Talapark-Klinik aus leitet er die Teams, verfolgt die täglichen Ausgaben, überprüft die Patientenstatistiken, erstellt Betriebsberichte. Zudem holt er Offerten für Gebäudereparaturen ein und erledigt eine Vielzahl weiterer Aufgaben.

Arobina bei seiner Arbeit als Klinikleiter.
Arobina bei seiner Arbeit als Klinikleiter. Foto: CRK

Der britische Arzt

1988 jedoch begann er bei Calcutta Rescue als Hilfskraft, wie er erklärt: „Ich hatte gerade meinen Abschluss an der Universität von Kolkata gemacht, als mir ein Nachbar von Dr. Jack erzählte. Ich war fasziniert vom britischen Arzt, der sich um die Armen in Kolkata kümmerte. Ich ging zu Dr. Jack und war sofort von seiner Persönlichkeit eingenommen. Ich sagte ihm, dass ich mit ihm zusammenarbeiten möchte. Und er war einverstanden!

Zuerst arbeitete ich als Hilfskraft. Meine Aufgabe war es, Patientinnen und Patienten, welche eine stationäre Behandlung benötigten, ins Spital zu bringen und ihnen bei der Aufnahme zu helfen. Wir arbeiteten damals auf dem Trottoir in der Nähe der Park Street. Da ich aus einer abgelegenen ländlichen Gegend komme, dauerte es jeweils furchtbar lange, bis ich am Arbeitsplatz war. Ich musste um 7.30 Uhr dort sein. Nachdem ich meine Begeisterung für das Erlernen von Neuem unter Beweis gestellt hatte, setzte mich Dr. Jack als Verwalter im Warenlager ein. Danach kam ich als Leiter der Kliniken hier in die Talapark-Klinik.

In unserer Organisation kümmern wir uns um die Ärmsten der Armen. Ehrlichkeit und harte Arbeit sind das Rückgrat unserer Organisation. Alles Ansehen verdanken wir Dr. Jack. Zu Beginn arbeiteten wir zusammen mit Dr. Jack auf dem Trottoir. Jetzt befinden sich unsere Kliniken in festen Strukturen, und wir haben eine Apotheke. Es wäre toll, ein computergestütztes Informationssystem in den Kliniken zu haben, da dies den Zugang zur Krankengeschichte der Patientinnen und Patienten erleichtern würde. Ich glaube, wir werden dieses Ziel bald erreichen.”

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