Kostenlose Behandlung

Die Regierung Westbengalens kündet kostenlose Behandlung der häufigsten Krankheiten an

 

Verschiedene Regierungen wie etwa diejenige von Grossbritannien sind der Meinung, dass Indien ihre Hilfe aufgrund des rasanten Wachstums und der Entwicklungsfortschritte in den letzten zehn Jahren nicht mehr benötigt. Warum sollten Sie also eine kleine Hilfsorganisation wie Calcutta Rescue weiterhin unterstützen, die beinahe vollständig von Privatpersonen wie Ihnen finanziert wird?

Vor Kurzem benannte der Südasien-Korrespondent Justin Rowlatt in einem Artikel für die BBC  die Gründe für eine weitere Unterstützung sehr deutlich: Weil in Indien immer noch schreckliche Armut herrscht. Er sagt: „Auch wenn die indische Wirtschaft stetig wächst, lebt in diesem Land immer noch ein Drittel der ärmsten Weltbevölkerung. Über 300 Millionen Inderinnen und Inder müssen mit weniger als 1.25 Dollar pro Tag auskommen und 40% aller unterernährten Kinder der Welt leben in Indien. 1.3 Millionen Kinder sterben in Indien jedes Jahr an Krankheiten wie Durchfall, Lungenentzündung und Malaria, welche zumindest teilweise mit relativ einfachen Mitteln verhindert werden könnten.“

Trotz der grossen wirtschaftlichen Fortschritte des Landes und trotz seiner enormen Bemühungen, den Armen Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung zu ermöglichen, bleiben die grundlegendsten Bedürfnisse so vieler Menschen ungestillt. Dessen ist sich Calcutta Rescue nur allzu sehr bewusst, arbeitet die Organisation doch seit über 35 Jahren auf den Strassen und in den Slums von Kolkata und im ländlichen Westbengalen und hilft den Ärmsten der Armen. Mit ihrer langjährigen Erfahrung und dem grossen Wissen hat sie Modellcharakter und ist Partner von staatlichen Gesundheitsinstitutionen, zum Beispiel bei der Behandlung von HIV- und Tuberkulose-Kranken und der Prävention von Erblindung durch Vitamin A.

Zudem ist Calcutta Rescue sehr darauf bedacht, dass Ihre Geldspenden direkt denen zu Gute kommen, die sie am meisten nötig haben, und nicht für schicke Büros, Werbung oder für Gehälter von Wohltätigkeitsbürokraten ausgegeben werden. Die Organisation wird ihre Arbeit weiterführen, solange Hilfe gebraucht wird, und gerne hoffen wir, dass auch Sie uns weiterhin unterstützen. Der Plan, das Strassenmedizin-Programm mit einem festen Klinik-Gebäude zu erweitern, wie wir es im letzten Newsletter angekündigt hatten, wurde inzwischen verwirklicht; Calcutta Rescue kann nun noch mehr Menschen medizinisch zu versorgen. Hingegen konnte der Kauf eines Gebäudes für die Schule leider nicht realisiert werden. Obwohl es Calcutta Rescue gelang, das nötige Geld aufzubringen, zogen die Verkäufer ihr Angebot wieder zurück. Calcutta Rescue sucht nun beharrlich weiter nach einer Alternative für die überfüllte Schule Nr. 1. Manchmal dauert es in Kolkata eben etwas länger, bis man seine Ziele erreicht.