Dr Jack – Der Film

Ab 12. Oktober 2017 wird der Dokumentarfilm Dr. Jack von Benoit Lange, in den Deutschschweizer Kinos ausgestrahlt.

Drei Premieren in Anwesenheit des Regisseurs Benoît Lange:
Zürich – Lunchkino-Special, Arthouse Le Paris
Dienstag, 10. 10.17 um 12:15
Bern – cineMovie, Bern
Mittwoch, 11.10.17 um 18:30 Uhr
Basel – kult.kino atelier, Basel
Sonntag, 15.10.17 um 11:15 Uhr

Weitere Vorstellungen werden laufen gezeigt auf:
http://www.movies.ch/de/film/docteurjack/

Eine grosse menschliche und spirituelle Reise

Benoit Langes Dokumentarfilm „Doctor Jack“ wird ab dem 12. Oktober 2017 in der Deutschschweiz zu sehen sein.

„Doctor Jack“dokumentiert die Reise des Gründers von Calcutta Rescue, Dr. Jack Preger, einer Person mit einem aussergewöhnlichen Leben: ein walisischer Land-wirt, der sich mit 35 Jahren aufgrund einer Offenbarung entschliesst, Arzt zu werden. Nach Abschluss seiner Ausbildung pflegt er Ende des Bürgerkrieges in Bangladesch erst einige Jahre Kranke in den Flüchtlingslagern, bevor er einige Zeit an der Seite von Mutter Teresa arbeitet. Danach entschliesst sich Dr. Jack, durch die Elendsviertel von Kalkutta zu ziehen, um dort die am schlimmsten Benachteiligten medizinisch zu versorgen. Er hat dort eine Bewegung ins Leben gerufen, die mittlerweile weltweit bekannt ist: die Strassenmedizin.

Im Film zeichnet der Regisseur die «Lebensspur» von Jack Preger nach und sucht nach Antworten auf die zentralen Fragen: «Woher nimmt der Mann seine mentale und spirituelle Kraft? Wie kann man im Alter von 87 Jahren als Don Quijote der Neuzeit wirken? Was führte einen gewöhnlichen Landwirt dazu, sein Schicksal auf so aussergewöhnliche Weise in die Hand zu nehmen?» (Benoit Lange)

Premières in Zürich, Basel und Bern in Anwesenheit des Regisseurs Benoit Lange.

In einem Raum unter dem Dach der Calcutta Rescue Schule, führt Jack Preger umgeben von seinen Büchern, ein asketisches Leben. Seit 37 Jahren hilft der unermüdliche Arzt in den Slums von Kalkutta. Durch seine Hartnäckigkeit und die Wahl seines radikalen Lebensstils, wurde er Gründer einer heute weltbekannten Bewegung, die „Street Medicine“. Mit 87 Jahren, spricht er zum ersten Mal vor einer Kamera und lässt sich filmisch begleiten. Jack Preger zeigt sich von einer intimen Seite und spricht über sein aussergewöhnliches Schicksal.

Trotz seiner Bekanntheit spricht er nicht gerne über sich selbst, er beschreibt sich als unbedeutend. Fragen von Journalisten weicht er konsequent aus.

Der Regisseur Benoît Lange erzählt:
„Als ich 1987 mit 22 Jahren als junger Idealist nach Kalkutta kam, habe ich eine einzigartige Persönlichkeit kennen gelernt und bin vollkommen in seine Welt eingetaucht.
Ich kenne den heutigen Jack Preger wie wenige Menschen ihn kennen, bin vertraut mit den verschiedenen Seiten seiner Persönlichkeit, besonders mit seiner Scham und seiner Zurückhaltung wenn man von ihm spricht. Ich habe ihm stundenlang zugehört, wenn er von seiner jüdischen, vom Holocaust gezeichneten Vergangenheit gesprochen hat, von seinem Wandel, als er dem Heiligen Geist begegnet ist und seinen Jahren in Bangladesch.
Es ist im Namen dieser langen Freundschaft und des gegenseitigen Vertrauens im Kampf gegen die Ungerechtigkeit, dass Jack letztlich dazu bereit war, dass ich Zeuge seiner Geschichte werde, dass ich ins innerste Herz seiner Motivation eindringe, um das Geheimnis zu verstehen, das seinen Weg geprägt hat.
Im Jahre 2013 habe ich realisiert, dass die Zeit drängt. Ich habe ihn seit 26 Jahren regelmässig besucht und wusste, dass der letztmögliche Moment, um einen derartigen Film zu drehen, naht. Ich habe ihm gesagt: ‚Ich komme mit einer Kamera und möchte, dass Du den zukünftigen Generationen einen Eindruck Deiner unglaublichen Geschichte hinterlässt.‘ „

Solothurner Filmtage
Erschienen im Oktober 2016 hat der Film DOCTEUR JACK bereits mehr als zehntausend Zuschauer in der französischsprachigen Schweiz angezogen. Im Oktober 2017 wird der Film in der Deutschschweiz gezeigt, gekrönt durch den Publikumspreis, den er in Solothurn erhalten hat und den Preis des besten Dokumentarfilms beim Mumbai Shorts International Film Festival.

„Der Film des aus dem Wallis stammenden Benoit Lange, gefilmt von Camille Cottagnoud ist bei den 52sten Solothurner Filmtagen mit dem Publikumspreis ausgezeichnet worden. Eine sehr schöne Anerkennung, um einen edlen Zweck voran zu bringen.“
Le Nouvelliste